5 Things I Learned During My Freshman Year of University

Today is the day. Today starts my third semester as a university student. I can’t believe I’m almost half-way through my bachelors degree! If I think about my first year of university I have to say that it was a time full of excitement, hundreds of hours of studying and way too many university parties. So since I’m feeling a little bit melancholic at the moment, I decided to dedicate this post to five lessons I’ve learned during my Freshman year at university.

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Von schlechten Freunden und Straßenfesten

Ja. Jetzt sitze ich hier. Im Haus meiner Großeltern in einem Kaff mitten im nirgendwo. Zugegeben: So hatte ich meinen Freitagabend nicht geplant. Viel eher sollte ich jetzt mit zwei Freundinnen in der Innenstadt sein, über das größte Straßenfest unserer Stadt schlendern und Cocktails-to-go trinken. Beyonce hat meine jetzige Stimmung in einem ihrer Lieder ziemlich gut zusammengefasst: Took 45 minutes to get all dressed up. And we ain’t even gonna make it to this club. Gut, Queen B hatte das in einem deutlich anderen und durchaus nicht jugendfreien Sinn gemeint, aber so geht es mir nun. Ich bin wie ein Depp in glühender Sommerhitze nach Hause gerannt, hab in zehn Minuten was zu Essen runtergeschlungen, mich neu geschminkt und meine neuen Ardell Wispies aufgeklebt, nur um dann auf dem Weg zur Haustür zu erfahren, dass die beiden Mädels eigentlich keinen Bock hatten hinzugehen. BOOM! POW! Meine Laune war im Keller. All die Vorfreude, die mich in der Uni davor bewahrt hatte in meinen langweiligen Seminaren einzuschlafen, war umsonst. Immerhin bekannten sich die beiden Damen kompromissbereit. Wir sollten uns also nun doch eine Stunde später als geplant in der Stadt treffen – in der Hoffnung, der Wettergott meine es gut mit uns. Meine Laune stieg gerade wieder in Richtung Dachgeschoss, da klingelte mein Handy. Ich erkannte die beiden quietschigen Stimmen. Sie hatten es sich nochmal überlegt und wollten doch eher zu Hause bleiben. Dieses Mal sank meine Laune unterirdisch tief. ‘Langsam geht ihr mir beide auf den Keks. Ihr fuckt mich ab. Ich bleibe jetzt zu Hause.’ Mit den Worten war die Sache für mich durch.

So bin ich also hier gelandet. Habe meinen süßen Rock gegen meine rosa Jogginghose eingetauscht, meine rote Schleife aus den Haaren genommen und die falschen Wimpern abgemacht. Einzig und allein mein perfekt gezogener Lidstrich erinnert an meine einstigen Pläne für heute Abend.

https://i0.wp.com/imgace.com/wp-content/uploads/2011/10/i-love-you-couch-you-understand-me-lolcat.jpgWas wir daraus gelernt haben? Erstens, sagt mir bitte rechtzeitig Bescheid, wenn sich die Pläne ändern. Denn JA, ich brauche nun mal lange vor dem Spiegel und fange auch dementsprechend früh an mich fertig zu machen. Zweitens, ich bin temperamentvoll. Wenn du mir irgendwann auf den Keks gehst, dann sag’ ich dir das auch und wagst du es mich zu provozieren, werfe ich dir einen verdammten Stein an den Kopf. Und drittens, manche Menschen sind es nicht wert, dass du deine teure Chanel Mascarara wegen ihne verweinst. Wenn sie dich nicht mehr glücklich machen, dann wirf sie in die Tonne und such’ dir neue Freunde!

Also Cheers!

Cheers auf schlechte Freunde und Straßenfeste.

Cheers an alle, die das Gefühl kennen perfekt zurecht gemacht und nun heulend auf der Bettkante zu sitzen.

Ich werde meinen Freitagabend auf der Couch verbringen und öffne mir jetzt einen Sekt (oder irgendetwas anderes Alkoholisches was der Kühlschrank hergibt).

xoxo Laura Belle

5 Tipps, die dich zur Instagram Berühmtheit machen!

Instagram. Mit über 300 Millionen aktiven Nutzern erfreut sich diese social media App großer Beliebtheit. Junge Frauen lassen dort ihre Freunde an ihrem Leben teilhaben, Personaltrainer stellen kostenlose Fitnessvideos hoch und Fans können ihren Lieblingsstars ganz nah sein. Doch mittlerweile muss man keine Beyonce mehr sein, um viele Instagramfollower verzeichnen zu können. Hinter so manchen beliebten Seiten verstecken sich immer öfter junge Mädchen und Frauen, die sich Instagram zum Hobby und teilweise sogar zum Job gemacht haben. Während Youtubestars mittlerweile zum Alltag geworden sind, laufen ihnen die Königinnen von Instagram immer öfter den Rang ab.

Ich hab meine beste Freundin Cara (@sugarpawn) nach ihren Geheimnissen gefragt und wie sie es geschafft hat innerhalb eines Jahres über 15.000 Follower zu erreichen. Dies sind ihre 5 Tipps:


1) Überlege dir ein Konzept                                                                                            

“Man sollte seinen eigenen Stil entwickeln an dem auch wiedererkannt werden kann!”

Worum soll es bei dir gehen? Bist du ein Fitnessfreak und willst deine Erfolge und Tipps teilen oder bist du die Fashionista von nebenan und startest immer die neusten Trends? Überlege dir nicht nur ein Thema auf das du dich konzentrieren willst, sondern frage dich auch: Welche Leute will ich ansprechen? Wie entwickle ich meine eigene Instagram Handschrift? Weiterer Tipp: Achte darauf, dass die Bilder einheitlich aussehen! Das sieht nicht nur besser aus, sondern hilft auch deinen Follower sich zu orientieren.


2) Sei aktiv

Es reicht natürlich nicht nur schöne Bilder zuhaben, wenn sie keiner sieht. Wenn du gesehen werden willst, dann sieh’ auch andere! Schau’ dir Profile an, like Bilder und hinterlasse Kommentare. Zeige dem Instagramuniversum, dass du da bist! So werden Andere auf dich aufmerksam und wenn ihnen dein Stil gefällt, hast du gleich ein paar Follower mehr.


3) Shoutouts!                                                                                                                         

Zugegeben: Wenn dein Feed mit einer Welle von Shoutouts überflutet ist, sind sie ganz schön nervig, aber in gesundem Maße können sie natürlich helfen. Hierbei handelt es sich um eine Werbung, die du für einen anderen Instagramer machst. Ganz nach dem Motto ‘Eine Hand wäscht die Andere’ ist ein Shoutout ein beliebtes Mittel, um nicht nur auf Freunde zu verweisen und aufregende andere Accounts zu finden, sondern auch um selbst ein Shoutout zu bekommen.


4) Selektiere regelmäßig aus 

Wer schaut sich schon gerne eine Instagramseite voller Werbung und negativer Kommentare an? Räume also regelmäßig deinen Account auf! Lösche alte Fotos, die nicht mehr zu deinem Stil passen, werde jegliche Negativität in deinen Kommentaren los und lösche vergangene Shoutouts und Gewinnspiele.


5) Sei geduldig und bleib am Ball                                                                                                                   

Noch ist kein Account mit einer Millionen Follower vom Himmel gefallen! Es wird eine Weile dauern bis das Instagramuniversum auf dich aufmerksam geworden ist und es wird auch eine Zeit geben, in der dein Erfolg stagnieren wird. Lass’ dich jedoch nicht entmutigen und poste fleißig weiter.

Ich hoffe, dass euch diese 5 Tipps helfen konnten und bedanke mich bei meiner lieben Cara (@sugarpwn) für ihre Tipps und Tricks!

xoxo Laura Belle

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Die Wahrheit über Prinz Charming Teil 1

Wir alle kennen die zauberhaften Märchen von Aschenputtel, Dornrösschen und Schneewittchen. Wir erinnern uns an das naive Mädchen, das auf eine böse List reinfällt und schließlich von ihrem Prinzen gerettet wird. Wie gerne würde ich euch sagen, dass mein Märchen von der Liebe auch so endete, doch leider wurde mein Leben nicht von den Brüdern Grimm geschrieben. Jedenfalls traf auch ich einst auf meinen Prinz Charming (zumindest dachte ich das).

Es geschah an einem warmen Sommertag im Juli 2013 auf den Straßen einer hessischen Kleinstadt. Wir trafen uns also nicht in einem fürstlichen Rosengarten oder einer von Dornen ummantelten Burg, durch die er sich hindurch kämpfen musste, sondern auf einem ganz einfachen Straßenfest. Anfangs war ich gar nicht begeistert von der Idee meiner Freundin auf das alljährliche Fest unserer Stadt zu gehen (wenn ich Lust auf betrunkene 13jährige und knutschende Pärchen hätte, dann bräuchte ich bloß RTL einschalten). Jedenfalls konnte sie mich dennoch überreden und so warf ich mir mein süßestes Sommertop über und traf sie in der Stadt. Die erste Zeit verbrachten wir mit dem üblichen Getratsche bis wir uns mit unserer 5 Euro Erdbeerbowle auf die nächste Wiese setzten. Umgeben von picknickenden Pärchen und umher rennenden Kindern,  fiel mir eine Gruppe junger Männer auf, die an der Parkbank gegenüber standen und sich laut unterhielten. Ich schenkte ihnen nicht weiter Beachtung, obwohl offensichtlich war, dass ihre Blicke mehrmals zu uns rüber wanderten. Ich war gerade dabei mein leeres Glas penibel in meine Tasche zu stecken, als ich einen großen Schatten neben mir bemerkte. Ich schaute hoch und plötzlich stand er da – mein Prinz Charming. Doch anders als in den meisten Märchen kam er nicht auf einem weißen Pferd und in Ritterrüstung angeritten, sondern begrüßte mich in einem H&M Shirt, Turnschuhen und Bier in der Hand. Mein Herz machte einen Sprung, als ich in seine blauen Augen schaute. Er war groß, hatte blondes volles Haar, breite Schultern und ein verschmitztes Lächeln. Erwartungsvoll schaute ich ihn an. „Kann ich…äh…kann ich deine Nummer haben?“, sagte er und hielt mir sein Handy hin. Perplex griff ich danach und gab meine Nummer ein. Und genauso schnell wie er aus dem Nichts kam, ging er wieder. Den Rest des Tages dachte ich über unsere kurze Begegnung nach. Fragen wie: ‘Wird er mir schreiben? Was soll ich antworten? Soll ich zum ersten Date eine Hose oder ein Kleid tragen?’ spukten in meinem Kopf herum.

Die Tage vergingen und ich hatte immer noch keine Nachricht von ihm erhalten. Vermutlich fand er mich aus der Nähe betrachtet doch nicht so hübsch, sagte mir eine Stimme in meinem Kopf, während ein Teil von mir insgeheim hoffte, dass er lediglich angefahren und nun im Krankenhaus liegen würde. Vermutlich wären all seine Finger gebrochen und er würde verzweifelt nach Jemandem suchen, der mir eine SMS schicken könnte! Ja, die zweite Variante fand ich viel besser!

Ich hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben, da klingelte eines Morgens mein Handy. Schlaftrunken nahm ich ab und vernahm eine männliche Stimme. Wie eine Eins saß ich plötzlich im Bett. Es war Prinz Charming.

Fortsetzung folgt…

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#WirSindDeutschland – gehört der Islam in unser Land?

“Ich habe Angst. Angst verurteilt zu werden”, waren die Worte meiner besten Freundin Asmaa, als wir Bilder der letzten Pegida-Demonstration sahen. Und wie sie so verschreckt neben mir saß, wurde mir bewusst: So kann es nicht weiter gehen! Wenn unsere eigenen Bürger Angst haben müssen auf die Straße zu gehen, wenn sie wegen ihrer Herkunft durch die Innenstadt gejagt werden, so haben wir kläglich versagt. Denn, meine Freunde, die Geschichte Deutschlands ist in Gefahr wiederholt zu werden.

Und wenn der liebe Ministerpräsident Tillich vorbeischaut und meint der Islam gehöre nicht zu Deutschland, so will ich euch fragen: Was genau gehört denn in unser Land? Bayrisches Bier, Weißwürstl und Helene Fischer? Wenn das für euch Deutschland ist, dann habe ich mich in der Identität unseres Landes geirrt.

So halte ich dies für einen Ort, wo Muslime und Christen Hand in Hand die Straße entlang laufen können. Wo es egal ist ob du ein Kopftuch, eine Kreuzkette oder eine Kippa trägst. Denn wir – die Christen, Muslime, Juden, Buddhisten und Hinduisten, die aus der ganzen Welt hierher kommen, machen dieses Land zu dem was es ist.

Wir sind Deutschland.

xoxo Laura Belle

Ich Tarzan, du Jane – Das Problem mit der Frauenquote

O welch Armutszeugnis für die Gleichberechtigung von Mann und Frau in Deutschland! Zugegeben: Die Grundidee der Frauenquote ist ziemlich gut. Umsetzung der Frauenrechte und eine Beseitigung der Diskriminierung der Frau im Berufsleben? Da bin ich doch eine der Ersten, die laut JA schreit! Es gibt schließlich genügend Gesprächsbedarf, denn, liebe Männer, wenn ihr mit euren Ellenbogen die Macht an euch reißt, dann müssen wir das mal geistig klären. Auch wenn ich dem Chef von Hugo Boss, Carl-Dietrich Lahrs widersprechen muss, gibt es genügend qualifizierte Frauen für Führungspositionen. Eure Unsicherheit zwingt euch lediglich dazu sie zu unterdrücken.

Fakt ist: Trotz zahlreicher Erfolge der Frauenbewegungen dominiert im Berufsleben immer noch die Ich Tarzan, du Jane Mentalität. So verdienen wir Frauen bei gleicher Leistung grundsätzlich weniger als ihr Männer und werden von unseren männlichen Kollegen und Vorgesetzten erst gar nicht ernst genommen. Wie soll es uns dann bitte überhaupt ermöglicht werden die Karriereleiter hoch zu klettern? Außerdem: Haben wir den langen Weg seit 1918 vom lang ersehnten Frauenwahlrecht über Hosenanzüge und Bubiköpfe bis zum paritätischen Ehe-modell beschritten, um jetzt bei der Frauenquote zu landen? Kein Wunder, dass die Eiskönigin der Feministinnen Alice Schwarzer vor Wut errötet. Welch’ Scheinemanzipation! Somit stellt sich mir die Frage: Will ich eine Quotenfrau sein? Nein, ich will es schaffen, weil ich gut in dem bin was ich tue. Und ich will ernst genommen werden. Nicht weil ich eine Quote repräsentiere, sondern aufgrund meiner erbrachten Leistung.

Also lieber Carl, Sie sollten sich eine ordentliche Brille zulegen, denn es gibt genügend qualifizierte Frauen, die Ihnen glatt den Rang ablaufen könnten. Sie sind nur zu blind um sie zu sehen.

xoxo Laura Belle

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Die Jugend von heute

Junge Menschen. Dumm werden wir genannt. Ungezogen. Frech. Jeder von uns kennt es, wenn es mit grimmiger Stimme heißt: „Die Jugend von heute!“. Sei es die alte Dame im Supermarkt mit ihrer weißen Föhnfrisur und der Perlenkette (die aussieht als sei sie aus den Zeiten Napoleons) oder der gefürchtete Onkel, der ungeduldig mit den Fingern auf dem Tisch trommelt und grimmig die Lippen zusammenpresst. Es ist als hätten sie alle vergessen wie es ist jung zu sein. Vergessen ist jegliche Naivität, die uns in unseren jungen Jahren umgibt. Vergessen ist die Neugier, die uns fragen lässt warum der Himmel blau ist. Vergessen sind all die unklugen Entscheidungen, die sie auf Grund ihres unschuldigen Wesens trafen. Und vergessen sind all die Jugendsünden, die sie einst leichtsinnig begingen. Nein, über uns fluchen sie ständig – sei es weil wir vor lauter Tagträumerei gegen das Schokoriegelregal laufen oder uns von unseren angeblichen Freunden überreden lassen etwas zu tun, was wir nicht dürfen.

Zugegeben: Auch ich habe mich in meinem letzten Schuljahr über die jüngeren Schüler aufgeregt. Über ihr Gedrängel am Schulkiosk oder ihre flapsigen Antworten in der Hausaufgabenbetreuung. Aber waren wir nicht alle so? Auch ich habe einmal im Schulbus mit einer Papierschlacht angefangen (sehr zum Leidwesen des Busfahrers, was ich mittlerweile bedaure) oder mich von meinen Klassenkameraden verleiten lassen beim Graffitisprühen Schmiere zu stehen. War das unklug? Definitiv. Doch ich war jung, und wusste es nicht besser.

Wie der Maler Ernst Barlach einst sagte: „Es ist das Vorrecht der Jugend, Fehler zu begehen, denn sie hat genug Zeit, sie zu korrigieren“. Also liebe Erwachsene: Bitte hört auf uns zu verurteilen. Wir sind nicht dumm – wir sind lediglich unwissend.

xoxo Laura Belle

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Die erste Studentenparty

Die perfekte Zusammenfassung einer … sagen wir interessanten Nacht. Besser hätte ich es nicht schreiben können!

bloodystranger


Es ist offiziell. Ich habe meine erste Studentenparty hinter mir. Hätte ich das auf irgendeiner seltsamen To-Do-Liste stehen, könnte ich es jetzt abhaken.
 Leider habe ich ein Faible für To-Do-Listen und erstelle sie, um sie entweder a) zu verschlampen, b) zu vergessen oder c) sowieso nicht durchzuführen (bevorzugt To-Do-Listen, die den Alltag betreffen.)

Ach, Mainz, du wunderbare Stadt, deren Altstadt ich vielleicht, wenn es hochkommt, zweimal gesehen habe, mit deiner noch wunderbareren (ist das ein Wort?) Uni.
Es war eine phänomenale Nacht mit intensivem Tanz (Aua. Diese Tanzfläche ist zu klein für uns beide!), gut verständlichen Gesprächen (“WAS HAST DU GESAGT?! DIESER BASS IST VOLL LAUT!”) und dem typischen Absturz (“Pass auf, dass der Kleiderständer nicht auf dich fällt, okay? Ich fang jetzt an, in diesem Kleiderhaufen nach unseren Jacken zu suchen.”).
Alles in allem eigentlich so, wie eine Studentenparty sein muss.
Der Garderobenservice wird mir wahrscheinlich für…

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Der hohe Preis des Mindestlohns

Wir erinnern uns an den 3. Juli 2014 als Andrea Nahles in ihrem petrolfarbenen Samtkostüm das Mindestlohngesetz verkündete. Stolz wie ein Honigkuchenpferd stand sie da, schließlich war der Mindestlohn IHR großes Projekt. „Fast 4. Millionen Menschen werden ab Januar besser schlafen“, hatte sie mit ernster Stimme gesagt. Ja, liebe Frau Nahles, dass Sie gut schlafen können, haben wir uns schon längst gedacht. Doch wie sieht es mit dem Rest der Bevölkerung aus?

Kleine Betriebe bangen um ihre Existenz, Angestellte werden entlassen und das Weihnachtsgeld wird gestrichen. Natürlich hat der Mindestlohn auch seine Vorteile, doch wie Goethe eins sagte: Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten. Und der wurde anscheinend vergessen. Zu Jahresbeginn hagelten es nämlich nicht nur 8,50 Euro, sondern auch Kündigungen von Tarifverträgen. Das war’s mit Feiertags- und Nachtarbeitszuschlägen. Weihnachts- und Urlaubsgeld. Doch anstatt den Betroffenen Rede und Antwort zu stehen, posiert unsere Arbeitsministerin lieber für die Presse in einer Bäckerei, die seit zwei Jahren sowieso mehr als den Mindestlohn zahlt! Und auf die Kündigungen der Tarifverträge ließ das Ministerium lediglich verlauten: Sie wollen sich nicht in laufende Tarifverhandlungen einmischen.

Wenn Sie sich also das nächste Mal an einem Sonntag Ihren Starbucks Kaffee holen oder in einem kleinen Hotelbetrieb mitten in Mecklenburg-Vorpommern übernachten, denken Sie auch an die Verlierer des Mindestlohns, denn ihr Tannenbaum wird beim nächsten Weihnachtsfest ohne Geschenke dastehen.

xoxo Laura Belle

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Die Wahrheit über Silvester

Der Sekt ist gekühlt. Das Kleid gebügelt. Und das Taxi bestellt. Vergangenen Mittwoch war es wieder soweit – ein neues Jahr brach an. Spätestens seit dem Film Happy New Year mit Hottie Zach Efron und Schauspiellegende Halle Berry ragen unsere Erwartungen an den Abend ins Unermessliche. Wir kaufen unser Kleid Wochen davor, besorgen uns Karten für die größten Partys und malen uns den bekannten Neujahreskuss um Mitternacht aus. Umso größer ist dann die Enttäuschung, wenn der Abend nicht so läuft wie geplant. Unsere schönen High Heels sind vom Schnee ruiniert, wir müssen fliegenden Sektkorken ausweichen und Betrunkene werfen uns ständig Böller vor die Füße.                                                                                                                                     Ganz ehrlich: Mittlerweile habe ich die Hoffnung auf ein traumhaftes Silvester aufgegeben. Wenn ich jetzt jedes Jahr raus gehe, sehe ich nicht hübsche Mädels mit Partyhüten auf den Straßen, die sich um Mitternacht lachend in die Arme fallen und ihrem Liebsten einen Schmatzer geben. Vielmehr sieht man betrunkene Jugendliche – Junge Mädchen, die sich vor lauter Alkohol kaum noch auf ihren Schuhen halten können und betrunkene Jungs, die entweder drohen sich gegenseitig zu verprügeln oder irgendwelche Chinaböller in die Mengen schmeißen. Es ist als wäre aus der einst so magischen Nacht eine neue Folge Jersey Shore geworden.

Es gibt bestimmt Einige unter euch, die mir widersprechen werden. Wenn euer Silvester wundervoll war, dann zählt euch zu den Glückliche unter uns.

Fakt ist: Immer wenn ich ausging um in das neue Jahr zu feiern, ging irgendetwas schief. Entweder gab es irgendwelche Beziehungsdramen, jemand lag kotzend in der Ecke oder ich wurde um drei Uhr morgens weinend vor einem Hotel stehen gelassen. Mittlerweile habe ich daraus gelernt. Wer gerne seine Alkoholtoleranz testen will und meint an Silvester mal so richtig die Sau rauslassen zu müssen, der soll das gerne tun. Ich jedenfalls werde nächstes Silvester mit meiner besten Freundin in Pyjamas und mit einer Flasche Sekt auf der Couch verbringen.

Dennoch wünsche ich euch ein frohes neues Jahr! Mögen die nächsten 361 Tage die Besten eures Lebens werden!

xoxo Laura Belle

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